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STYROPOR® FACHGERECHT ENTSORGEN – SO MACHEN SIE ES RICHTIG!

JE NACH ANWENDUNG UNTERSCHIEDLICHE ENTSORGUNGSWEGE

Wussten Sie schon? Styropor® kann, abhängig von seiner Nutzung und seiner Beschaffenheit nach Gebrauch, über geeignete Sammel- und Verwertungssysteme erfasst und stofflich verwertet werden. Recycelte EPS-Materialien können anschließend als Rohstoff für verschiedene Anwendungen, beispielsweise in der Verpackungs- oder Dämmstoffindustrie, eingesetzt werden.

Styropor® wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens verwendet, beispielsweise für Transportverpackungen von Arzneimitteln, Isolierverpackungen für Lebensmittel oder als Dämmmaterial im Bauwesen. Nach der Nutzung stellt sich häufig die Frage nach dem richtigen Entsorgungsweg.

Welcher Entsorgungsweg geeignet ist, hängt unter anderem von der Anwendung, der Zusammensetzung des Materials sowie möglichen Verunreinigungen ab. Für Verpackungsabfälle und andere Materialarten gelten in Deutschland unterschiedliche gesetzliche Vorgaben und Sammelsysteme. Eine sachgerechte Trennung unterstützt die Zuführung geeigneter Materialien zu den verfügbaren Verwertungsprozessen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Entsorgungswege von Styropor® und welche Regelungen dabei zu beachten sind.

Styropor-Kugeln

WAS IST STYROPOR®?

Styropor® ist ein expandierbarer Polystyrol-Hartschaum (EPS). Ausgangsmaterial für die Herstellung ist Polystyrol, das aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird. Das Material liegt zunächst in Form kleiner Perlen vor, die ein Treibmittel enthalten. Durch die Behandlung mit Wasserdampf expandieren die Perlen und werden anschließend zu Formteilen oder Verpackungslösungen verarbeitet.

Styropor® zeichnet sich durch seine geringe Materialdichte aus. Das Material besteht überwiegend aus eingeschlossener Luft, wodurch es ein niedriges Eigengewicht aufweist. Diese Struktur trägt dazu bei, Temperaturveränderungen zu verlangsamen und empfindliche Produkte während Transport und Lagerung zu schützen.

EPS-Verpackungen werden unter anderem für den Versand und den Transport von Lebensmitteln, Arzneimitteln sowie weiteren temperatursensiblen Gütern eingesetzt. Das Material nimmt unter normalen Einsatzbedingungen nur wenig Feuchtigkeit auf und kann dadurch seine technischen Eigenschaften über einen definierten Nutzungszeitraum beibehalten.

Zu den typischen Materialeigenschaften von Styropor® gehören Formstabilität, geringes Gewicht sowie eine Stoß- und Druckbelastbarkeit, die je nach Ausführung und Einsatzbereich variieren kann. Durch seine zellulare Struktur kann das Material mechanische Einwirkungen teilweise abfedern und so zum Produktschutz während des Transports beitragen.

Viele Isolierboxen und Verpackungslösungen aus EPS können mehrfach verwendet werden, sofern ihr Zustand und der jeweilige Einsatzzweck dies zulassen. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von Faktoren wie Handhabung, Beanspruchung und Einsatzbedingungen ab.

WO WIRD STYROPOR® EINGESETZT?

Laborantin

Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 727.000 Tonnen Polystyrol und expandiertes Polystyrol, kurz EPS, hergestellt. Verwendet wird das Styropor® zum Transport und zum Schutz von Lebensmitteln. Behälter in Take-away-Lokalen, zum Verkauf von Crushed-Eis und von größeren Mengen Speiseeis zum Mitnehmen aus der Eisdiele sowie bei Lieferdiensten sind ebenfalls häufig aus Styropor® gefertigt. Polystyrol ist ein Thermoplast, der die Temperatur sehr gut speichert und je nach Bedarf, länger warm oder kalt hält. Unser Portfolio umfasst Thermobehälter und Isolierboxen in verschiedenen Größen aus Styropor® (EPS), EPP und Neopor® sowie Gelkissen und Hartplastik-Kühlakkus.

Aber auch im Non-Food-Bereich wird viel Styropor® verwendet. Beispielsweise findet der Kunststoff Anwendung in Fahrradhelmen, als Umverpackung zum Schutz von Elektrogeräten sowie in Transportboxen für Arzneimittel. Hier bietet Storopack Ihnen ein umfassendes Angebot an Sicherheitsbox-Systemen und Lochpaletten aus EPS.

Weil Styropor stabil ist und gleichzeitig ein hervorragende Dämmeigenschaften hat, wird es auch als Dämmstoff für Hausfassaden verwendet – es ist fester Bestandteil der gängigen Wärmedämmverbundsysteme. Vor dem Jahr 2016 als Isoliermaterial eingesetztes Styropor wurde allerdings mit dem Brandschutzmittel Hexabromcyclododecan, kurz HBCD, behandelt, um die gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz einzuhalten. Dämmmaterialien jüngeren Alters dürfen nicht mehr mit HBCD behandelt werden.

WIE WIRD STYROPOR® FACHGERECHT ENTSORGT? DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN

Da Styropor® (EPS) in unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt wird, können je nach Verwendungszweck verschiedene Entsorgungswege gelten. Ob das Material als Verpackung, Bestandteil eines Produkts oder als Bau- bzw. Dämmstoff verwendet wurde, kann Einfluss auf die sachgerechte Erfassung und Verwertung haben.

Die folgenden Hinweise dienen der allgemeinen Orientierung. Maßgeblich sind stets die regionalen Entsorgungsvorgaben und die Anforderungen der jeweils zuständigen Entsorgungsunternehmen.

Verarbeitetes Styropor®

Wird Styropor® als Bestandteil eines Produkts verwendet, beispielsweise in Fahrradhelmen oder anderen Verbundprodukten, erfolgt die Entsorgung in der Regel über den für das jeweilige Produkt vorgesehenen Entsorgungsweg. Kleinteilige oder verschmutzte EPS-Bestandteile können je nach kommunalen Vorgaben dem Restabfall zugeordnet werden. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem örtlichen Entsorgungsbetrieb.

Verpackungen aus Styropor®

EPS-Verpackungen, beispielsweise Schutzverpackungen für Elektrogeräte oder Transportverpackungen für temperaturempfindliche Produkte, können abhängig von den örtlichen Sammelsystemen über die dafür vorgesehenen Verpackungssammlungen erfasst werden.

Voraussetzung für eine mögliche stoffliche Verwertung ist in der Regel eine geeignete Sammlung und Sortierung des Materials. Die tatsächliche Verwertung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Materialzustand, Reinheit und die verfügbaren Verarbeitungsmöglichkeiten vor Ort.

Storopack bietet für ausgewählte Verpackungslösungen Rücknahme- und Sammelkonzepte an. Informationen hierzu sowie zu den geltenden gesetzlichen Anforderungen finden Sie im Zusammenhang mit dem jeweils aktuellen Verpackungsrecht.

Baustoffe und Dämmmaterialien aus EPS

Für EPS-Dämmstoffe können je nach Herstellungszeitraum, Zusammensetzung und enthaltenen Zusatzstoffen besondere Entsorgungsanforderungen gelten. Dies betrifft insbesondere ältere Dämmmaterialien, die bestimmte Flammschutzmittel enthalten können.

Die Annahme und Entsorgung solcher Materialien erfolgt häufig über kommunale Wertstoffhöfe oder zugelassene Entsorgungsfachbetriebe. Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, sollte vor der Entsorgung mit dem zuständigen Entsorger abgestimmt werden.

Entsorgung größerer Mengen

Bei größeren Mengen Styropor® können die Kapazitäten üblicher Sammelbehälter schnell erreicht sein. In solchen Fällen kann die Anlieferung bei einem Wertstoffhof oder einem spezialisierten Entsorgungsunternehmen sinnvoll sein. Die verfügbaren Annahmemengen und Entsorgungswege variieren regional.

GelberSack
Entsorgung Schild

DAS VERPACKUNGSGESETZ

Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen

Dieses Gesetz legt Anforderungen an die Produkt­verantwortung nach § 23 des Kreislauf­wirtschafts­gesetzes für Verpackungen fest. Es bezweckt, negative Auswirkungen von Verpackungs­abfällen auf die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Um dies zu erreichen, bestimmt das Gesetz, dass Verpackungs­abfälle vermieden, andernfalls aber einer Vorbereitung zur Wieder­verwendung oder dem Recycling zugeführt werden sollen.

Wer als Hersteller oder Vertreiber im verpackungsrechtlichen Sinne nicht systembeteiligungspflichtige Verpackungen (Transportverpackungen, Mehrwegverpackungen, Verkaufs- und Umverpackungen) gewerbsmäßig abgibt, ist dazu verpflichtet, diese unentgeltlich am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe zurückzunehmen. Die Abholung muss nicht durch den Inverkehrbringer selbst erfolgen. (Quelle: https://www.verpackungsgesetz.com/gesetzestexte/verpackg, Zugriff: 9.11.2022)

PRODUKTE AUS STYROPOR® - ONLINE KAUFEN

Sicherheitsbox

Die Sicherheitsboxen (S-Boxen) aus Styropor® sind für den Transport von eckigen und runden Glasflaschen ausgelegt. Das Material zeichnet sich durch eine geringe Dichte aus und besteht überwiegend aus eingeschlossener Luft. Dadurch weisen die Verpackungen ein vergleichsweise niedriges Eigengewicht auf, was sich auf Lagerung, Handling und Transport auswirken kann.

Styropor® nimmt unter normalen Einsatzbedingungen nur wenig Feuchtigkeit auf und kann seine Materialeigenschaften auch in feuchteren Umgebungen beibehalten. Aufgrund dieser Eigenschaften wird das Material unter anderem für Verpackungslösungen im chemischen und pharmazeutischen Bereich eingesetzt.

Zu den typischen Eigenschaften von Styropor® zählen Formstabilität, geringes Gewicht sowie eine Stoß- und Druckbelastbarkeit, die je nach Ausführung und Anwendungsbereich variieren können. Die Materialstruktur kann dazu beitragen, mechanische Belastungen während Transport und Handhabung zu reduzieren und empfindliche Produkte zusätzlich zu schützen.

Die Sicherheitsboxen können mehrfach verwendet werden, sofern ihr Zustand und die jeweiligen Einsatzanforderungen dies zulassen. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von verschiedenen Faktoren wie Beanspruchung, Lagerung und Handhabung ab.

EPS Box mit Obst

Styropor®-Isolierboxen werden unter anderem für den Versand von Lebensmitteln sowie für temperaturgeführte Anwendungen im Pharma- und Gesundheitsbereich eingesetzt. Im Lebensmittelbereich kommen sie beispielsweise beim Transport frischer oder temperatursensibler Produkte zum Einsatz.

Die Materialstruktur von Styropor® kann dazu beitragen, äußere Temperatureinflüsse zu verlangsamen und das Transportgut während Lagerung und Versand zu schützen. Darüber hinaus nimmt das Material unter normalen Einsatzbedingungen nur wenig Feuchtigkeit auf.

Im Pharma- und Gesundheitsbereich werden Isolierboxen unter anderem für den Transport temperatursensibler Produkte wie Arzneimittel, Impfstoffe, Blutprodukte oder weiterer empfindlicher Güter verwendet. Die Eignung für den jeweiligen Anwendungsfall hängt von Faktoren wie Produkttyp, Transportdauer, eingesetzter Kühlung und den Umgebungsbedingungen ab.

Darüber hinaus werden Isolierboxen aus Styropor® in weiteren Bereichen eingesetzt, beispielsweise für Tiernahrung oder für industrielle Produkte. Aufgrund ihrer Materialeigenschaften können sie dazu beitragen, empfindliche Güter während Transport und Handhabung vor mechanischen Belastungen zu schützen.

Lochpalette

Lochpaletten aus EPS (Styropor®) werden zur Bündelung und zum Transport mehrerer Produkte eingesetzt. Sie eignen sich insbesondere für Güter mit empfindlichen Oberflächen oder für Produkte, die während Lagerung und Transport positionssicher gehalten werden sollen, beispielsweise Flaschen, Apothekerflaschen, Pipetten oder Röhrchen.

Durch die Bündelung einzelner Produkte können standardisierte Ladeeinheiten gebildet werden. Dies kann die Handhabung von Waren in Lager- und Transportprozessen unterstützen und die Organisation entlang der Lieferkette erleichtern.

EPS zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht aus. Dadurch erhöht die Verpackungslösung das Gesamtgewicht der Ladeeinheit nur in begrenztem Umfang. Zudem bieten Lochpaletten eine formstabile Aufnahme der Produkte und können dazu beitragen, mechanische Belastungen während Transport und Umschlag zu reduzieren.

Für internationale Transporte kann außerdem relevant sein, dass EPS-Verpackungen nicht aus Massivholz bestehen und daher nicht unter die phytosanitären Anforderungen des Standards ISPM 15 für Holzverpackungen fallen.

WIE TRÄGT STOROPACK ZUM UMWELTSCHUTZ BEI?

Generell setzt Storopack auf Nachhaltigkeit nach dem 4-R-Prinzip: REDUCE (Reduzierung), REUSE (Wiederverwendung), RECYCLE (Recycling) und RENEW (Erneuerung). Wir achten bereits bei der Herstellung unserer technischen Formteile auf einen geringen Ressourcen- und Energieverbrauch. Wo möglich, nutzen die Storopack Produktionsstandorte Energie aus Abwärme. Zudem produzieren wir, ohne CFK (Chlorfluorkohlenstoffe) oder FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) zu erzeugen. Nicht zuletzt trägt das geringe Gewicht unserer Formteile dazu bei, Kraftstoff während des Transports zu sparen.

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